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Gebrauchsanweisung für die Haare

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Mondphase

Glaube kann Berge versetzen und Haare wachsen lassen. Der Mond hat einen riesigen Einfluss auf unser Leben und die Natur. Der Mond lässt auch Haare schneller oder dichter wachsen, wenn man daran glaubt.

Wir als Haarprofis, wollen mit diesem kleinen Hinweis ein wenig aufklären, über Wahrheiten, Halbwahrheiten, Glauben und Wissen im Zusammenhang mit dem Haarwachstum.

Zunächst ein paar interessante Daten über Haare.
Zusammensetzung: Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel, Spurenelemente,etc.
Haare sind Proteine, also verhorntes Eiweiß, genannt: Keratinin.
Kopfhaare: ca. 80.000 bis 120.000 Haare
Haarstärke: 0.03 bis 0.09 mm
Normaler tägl. Haarverlust: ca. 50 bis 100 Haare
durchschnittliches Haarwachstum im Monat: ca. 1cm = 0.33 mm p/Tag = Längenzuwachs täglich: 0.33 x 100.000 = 33 m pro Tag (produzierte Haarmenge)

Viel Literatur tauchte auf, über den richtigen Zeitpunkt, etwas zu tun oder nicht zu tun. Schon über tausenden von Jahren weiß man, welchen Einfluss der Mond auf uns und unsere Umwelt und Pflanzen hat.
In der Landwirtschaft richten sich viele danach, wann oder zu welchem Zeitpunkt irgendwelche Tätigkeiten mit Pflanzen und Tieren zu tun sind.
Hier hat der Pflanzenschnitt zum richtigen Zeitpunkt wachstumsfördernde Eigenschaften gebracht. Das ist erwiesen.
Operationen zur richtigen Zeit ausgeführt, verlaufen/heilen häufig besser; Wunden heilen schneller, wie man beobachtet hat.
Sicherlich ist hier die Sichtweise immer subjektiv. Wie kann man und soll man Schmerzempfinden oder Wundheilung messen?
Über alle Schnitte, die wir bis jetzt gelesen haben, und jetzt kommt der entscheidende Punkt, haben wir es mit noch lebenden oder sich noch teilenden, intakten Zellen zu tun. Auch wenn man es nicht auf Anhieb glauben will:

Haare sind tot = Haare bestehen aus ehemaligen, lebenden Zellen, die im Gegensatz zu Pflanzen (od. bei Wunden), gerade da nicht wachsen, wo der Schnitt erfolgt, nämlich an den Haarspitzen.
Haare wachsen in der Kopfhaut, unabhängig davon, ob Schnitte am anderen (Haarspitzen)-Ende erfolgten oder nicht. Egal wie oft, wann, wieviel usw.

Noch nie ist es einem Wissenschaftler gelungen, einen Informationsfluss (im dem Fall: Haarspitze zu Haarwurzel) im verhornten Eiweiß – sprich Haar festzustellen oder gar nachzuweisen.
Selbst Halbseitentests (die eine Kopfhälfte wurde zum „richtigen Zeitpunkt“, die ander Kopfhälfte genau zum „falschen Zeitpunkt“ geschnitten) durchgeführt in den 80iger Jahren, in Österreich, haben kein schnelleres, dickeres oder dichteres oder sonst irgenwie abweichendes Ergebnis gebracht.

Natürlich wachsen Haare, ähnlich wie Fingernägel unterschiedlich schnell, das hängt ab von z.B. der Jahreszeit (im Sommer oft schneller), vom Lichteinfall, den Lebensumständen, der genetischen Programmierung und allen noch nicht erforschten Dingen, die auf das Wachstum Einfluss haben könnten. Auch der Mond hat vielleicht Einfluss auf das Haarwachstum – aber nicht im Zusammenhang mit dem Schnitt.

Wie hat sich so ein Märchen nun fest in manchen Köpfen verankert?
Hier eine mögliche Erklärung:
Wie schon erwähnt wussten schon die alten Bauern von dem Einfluss der Mondes auf das Wachstum.
Kinderhaare sind vom 1. bis 14. Lebensjahr in der Regel immer dünner, was den Haardurchmesser betrifft und weniger in der Menge der Haare auf der Kopfhaut, gerade in den ersten Lebensjahren.
Die dichten und dicken Ausnahmen, die es ja auch gibt, waren nicht das Problem. Die dünnen, wenigen machten Sorgen. Was liegt näher, als nach der Mondphase zu schneiden; immer und immer wieder. Uns siehe da: mit Erfolg. Die Haare wurden mehr und dichter.. Dieser Wandel wäre auch so passiert, da sich die Gene und deren Programm durch Schneiden wie oben erwähnt, nicht überlisten lassen.
Eines aber, und auch das ist noch nicht erforscht und wird es auch so schnell nicht sein; eines hätte bestimmt positiven Einfluss auf das Haarwachstum, das ist der unbedingte feste Glaube daran und die Hoffnung, es könnte doch etwas bringen.

Wie heisst es so schön: Die Hoffnung stibt zuletzt.